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Öffentliche Veranstaltungen

Hat für den Kongo die Stunde der Gerechtigkeit geschlagen?

Ort am HIS | Beginn: 02.11.2021 19:00 Uhr

Gewalt und ungesühntes Unrecht ist ein nicht enden wollendes Thema für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo. Um Verbrechen zu ahnden, auch in den entlegensten Dörfern, setzt die kongolesische Justiz auf mobile Gerichte. Unterstützt von der internationalen Gemeinschaft werden Prozesse dort durchgeführt, wo die Taten begangen wurden, vor den Augen der betroffenen Bevölkerung.

Patrick Hönig und Gerd Hankel diskutieren über den Versuch, in einem von kriegerischen Auseinandersetzungen versehrten Land mithilfe mobiler Gerichte Gerechtigkeit herzustellen. Wie lässt sich für die Geschädigten Wiedergutmachung leisten, wie können die Rechte der Angeklagten gewahrt werden, und gibt es ein Recht auf Wahrheit? Ein komplexes Thema, denn sowohl die kongolesische Justiz als auch die internationale Gemeinschaft verfolgen eigene Interessen. Letztlich verdichten sich rechtliche, politische und diskursive Betrachtungen zu einer zentralen Frage: Welches Gesicht hat Gerechtigkeit?

»[…] eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich mit Fragen des Menschenrechtsschutzes und der Straflosigkeit auseinandersetzen.« Annette Wilmes, Deutschlandfunk/Andruck

Patrick Hönig, Dr. jur., LL.M., langjähriger Mitarbeiter verschiedener internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Forschungsprojekte in Sub-Sahara Afrika und Südasien, Autor von "Ein Ende der Straflosigkeit? Mobile Gerichte im Osten der Demokratischen Republik Kongo" (Hamburger Edition, 2021)

Gerd Hankel, Dr. jur., M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Arbeitsschwerpunkt: Humanitäres Völkerrecht und der Völkermord in Ruanda

Eine Kooperation des Hamburger Instituts für Sozialforschung mit der Hamburger Edition

Bei uns im Hamburger Institut für Sozialforschung gilt 2G plus Maskenpflicht (bis zum Sitzplatz)

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